Smartphone App wird zum Muss

Wenn ein Neubürger in eine Kommune zieht, wird er sich bestenfalls erst mal im Rathaus oder im Bürgerbüro über die Gegebenheiten der Kommune informieren. Wer sind seine Ansprechpartner, wenn es um die Anmeldung geht, wo finde ich den nächsten Kindergarten, wo die nächste Schule und wann hat die Stadtbücherei geöffnet? In der Mittagspause möchte er gerne eine Kleinigkeit essen gehen und abends mit seiner Familie ins Theater. Die Eintrittskarten dafür würde er gerne schon online bestellen, damit abends alles schnell und reibungslos klappt.

Viele kleine Mosaiksteine, die den Alltag eines jeden Bürgers in einer Kommune, vor allem auch eines Neubürgers oder eines Touristen, ausmachen. Wenn diese kleinen Dinge alle über eine Smartphone App erledigt werden können, steigert das die Zufriedenheit des Bürgers, Neubürgers und Touristen enorm. Hinzu kommen Informationen zum Einzelhandel, zur Gastronomie oder auch über die Ärzteversorgung in der Kommune – nach dem Motto:  Deine Stadt in deiner Tasche.

 Nutzungsschwerpunkte einer App

Die Werkdigital – Umfrage „Smartphone App für Kommunen“, an der im Mai 2018 51 Kommunen teilgenommen haben, zeigt vier Nutzungsschwerpunkte einer Smartphone-App auf. Die teilnehmenden Bürgermeister, Stadtmarketing-Verantwortlichen und Wirtschaftsförderer würden eine App folgendermaßen nutzen: 24 Prozent in erster Linie als Informationsportal für Bürger. 20 Prozent sehen den Hauptnutzen einer App im Veranstaltungskalender, bestenfalls mit Ticket-Shop. 19 Prozent der teilnehmenden Kommunen im Aufzeigen von touristischen Attraktionen und 14 Prozent wollen mit einer App das Außenbild und die Stadt als Marke fördern.

 Vernetzung der Einwohner

Für die Zukunft steht der Vernetzungs-Aspekt an erster Stelle. 18 Prozent der Teilnehmer wünschen sich über eine kommunale App den Austausch mit Nachbarn und 16 Prozent den Austausch mit Vereinsmitgliedern. 15 Prozent würden die App dazu nutzen, um Fotos für alle Bürger sichtbar zu machen. 13 Prozent würden sich in der App einen Blog wünschen, auf dem sie bzw. die Bürger etwas schreiben können.

 Finanzierung der App

Für die Finanzierung einer App sehen die Verantwortlichen aus Verwaltung, Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung unterschiedliche Möglichkeiten: 29 Prozent meinen, dass die App komplett über die Kommune finanziert werden sollte, 24 Prozent würden die Geldtöpfe des Stadtmarketings anzapfen und 22 Prozent würden die App über Spenden von Unternehmen aus der Region finanzieren. Die Idee, die App über Sponsoren zu finanzieren, befürworten 65 Prozent der Teilnehmer.

„Wie auch immer sie finanziert wird, eine Smartphone App wird in den nächsten Jahren zu einem Must Have für Kommunen“, erklärt Boris Feldmann, Geschäftsführer Werkdigital GmbH. „Die Kommunen können darüber viel besser mit dem Bürger in Kontakt treten und werden durch Push Nachrichten regelmäßig ins Bewusstsein gerufen.“

 Weitere Ergebnisse finden Sie hier:  Umfrage_Smartphone App für Kommunen

 

Beitrag teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.