Digitale Anlagen-Überwachung

Web App zur Steuerung und Überwachung von Kläranlagen durch nicht-technisches Personal

Härtfelder hatte die Vision, auch Kleinkläranlagen mit einem Leitsystem bei der Digitalisierung Ihrer Prozesse zu unterstützen. Mit einem Produkt, dass so einfach wie ein Smarthome-System bedienbar ist, sollen Betreiber dieser Anlagen entlastet werden. Die Software bietet die Möglichkeit, den Anlagenzustand rund um die Uhr aus der Ferne zu überwachen, und auch, wenn die Mobilfunkverbindung unterbrochen ist, werden weiterhin sämtliche historische Daten archiviert und garantieren eine präzise, historische Auswertung.

Die Software-Experten von Werkdigital können sich sehr gut in Probleme reindenken, kämpfen sich durch bis das Problem gelöst ist und geben nicht auf. Und sie halten ihre Zusagen und Termine ein, so wie ich mir das wünsche.

Uwe Härtfelder
Geschäftsführer Härtfelder Ingenieurtechnologien GmbH

Vorteile & Highlights

  • Zuverlässige Anbindung von Außenstationen an verschiedenen Standorten
  • Kein Datenverlust bei unterbrochener Mobilfunkverbindung
  • Deutliche Ersparnis von Arbeitsaufwand und Wartungskosten
  • Skalierbares System für steigende Kunden- und Anlagenzahlen
  • Cloud Hosting in Deutschland
  • Gewährleistung von langfristiger Weiterentwicklung

Unsere Leistungen für Härtfelder:

Analyse
  • Analyse des Ist-Zustandes zur Weiterentwicklung eines vorhandenen Leitsystems für Kleinkläranlagen
Konzeption
  • Planung und Neuentwicklung eines webbasierten Portals zum Management des Klärschlamm-handels
Design
  • Erstellung von klickbaren Prototypen und Screendesign
  • Anpassung des User Interfaces für schnellere Interaktionen zwischen User und App
Technische Umsetzung
  • Weiterentwicklung des Leitsystems
  • Neuentwicklung der Software zur Anbindung der Außenstationen
  • Skalierbares Cloud-Hosting in Deutschland und regelmäßige System-Wartung
Launch
  • Neue Hardware sorgt für stabile Anbindung von Außenstationen
  • Unterstützung bei der Inbetriebnahme des Systems mit den Pilotkunden
Support
  • Regelmäßige Meetings zur Abstimmung über neue Anforderungen
  • Deutliche Erleichterungen durch Automatisierung im Klärschlamm-handel
  • Remote Unterstützung bei Inbetriebnahme der neuen Außenanlagen

„Endlich läuft es wieder rund.“

Das Ingenieurbüro Härtfelder aus Bad Windsheim plant abwassertechnische Anlagen. Eine neue Software sollte den kommunalen Abnehmern dabei helfen, ihre Anlagen zu betreiben. Doch das wäre fast ins Abwasser gefallen.

Frau Dietrich, Sie haben das Projekt für Härtfelder geleitet. Was macht Ihre Firma und warum war die Software für Sie so wichtig?

Dietrich: Wir planen von Städten, Dörfern und Straßen über erneuerbare Energien bis hin zu Wasser und Abwasser alles – aus einer Hand. Eins unserer Steckenpferde sind Kläranlagen. Das klingt etwas unspektakulär, macht aber ungemein viel Spaß, weil wir uns zum Beispiel mit verschiedenen Pumpentechniken oder den biologischen Zusammenhängen beschäftigen. Richtiges Engineering. Wer so eine Anlage betreibt, muss ziemlich viel überblicken. Dafür wollten wir eine Software entwickeln, mit der sich alles zentral überwachen und steuern lässt.

Herr Huß, Sie waren bei Werkdigital verantwortlich dafür, diese Software zu entwickeln. Wo lag für Sie der Reiz?

Benedikt Huß

Huß: Spannend war für uns, Abwasser zu digitalisieren. Das erschien uns sinnvoll, weil sich jeder gut vorstellen konnte, wie viel einfacher es ist, Kläranlagen auf dem Tablet zu steuern. Und weil dieses Projekt so viel mehr war, als eine simple Plattform zu entwickeln. Die Kläranlagen stehen ja im ganzen Land verteilt, mit teils flatterigen LTE- oder UMTS-Verbindungen, über die wir Daten einlesen und die Hardware ansprechen. Wenn jemand über die Software einen Regler von links nach rechts schiebt, müssen 100 Kilometer weiter die Pumpen anfangen zu laufen. Die Logik ist doch etwas anderes als bei einer Dating-App.

Dietrich: Wie schnell sich Werkdigital in das Projekt hineinversetzt hat, hat uns sehr gefreut. Die Idee, eine eigene Software zu entwickeln und für unser Geschäft zu nutzen, wäre ja fast ins Wasser gefallen.

Wie das?

Dietrich: Als wir angefangen haben, waren wir von der digitalen Kläranlage überzeugt. Aber unser damaliger Dienstleister nicht. Werkdigital hat das Projekt übernommen, nachdem wir uns von dem anderem Software-Entwickler trennen mussten. Wenn wir bei diesem unsere Wünsche vorgestellt haben, hieß es oft, das geht nicht, das ist nicht sinnvoll. Einige dieser Aussagen haben sich angefühlt, als würden wir gar nicht richtig ernstgenommen, nur weil wir uns mit Software-Entwicklung nicht auskennen. Das war bei Werkdigital anders.

Benedikt Huß

Huß: Härtfelder hatte wirklich Pech mit dem ersten Dienstleister. Als wir das Projekt bekommen haben, ließ sich die Software nicht mal zum Laufen bringen. Der Quellcode war unübersichtlich und kaum oder gar nicht dokumentiert. Wir hatten keine Chance. Erst mit gar nicht mehr sanftem Druck haben wir die nötigen Unterlagen bekommen. Das war ein wirklich kritischer Moment. Wir fühlen uns verpflichtet, unsere Kunden davor zu schützen, Geld aus dem Fenster zu werfen. Ohne die Dokumentation wäre die Software nicht mehr zu retten gewesen. Viel zu teuer.

Welche Überraschungen im Code haben Sie erlebt?

Benedikt Huß

Huß: Sagen wir es so, wir mussten sehr viel aufräumen. Für uns sah es so aus, als wäre mal dies, mal das ausprobiert worden. An einer Stelle war ein Modul von einem Drittanbieter integriert, das für den vorgesehenen Zweck mehr als überdimensioniert war. Heute können wir darüber schmunzeln.

Härtfelder Story Screen 2

Was raten Sie einem Unternehmen, das eine Software entwickeln lassen möchte, ohne in solch eine böse Falle zu tappen?

Dietrich: Ich glaube, es ist wichtig, verstehen zu wollen, wie eine Software entsteht und wie der Partner arbeitet. Wir hatten wenig Ahnung von Software-Engineering. Aber wir hätten stutzig werden müssen, als der alte Dienstleister uns gesagt hat, dass die Software nicht gut wird. Angefangen haben sie trotzdem. Das hat uns gelehrt, auf ehrliches Interesse zu achten. Werkdigital hat uns in ihre Welt hineingezogen, wir konnten die Sprints miterleben und sehen, dass das, was wir eingebrieft haben, auch wirklich in einem Jira-Ticket auftaucht, dass Leute wirklich daran arbeiten. Auch als Software-Laien konnten wir das verstehen und an der laufenden Entwicklung teilhaben.

Benedikt Huß

Huß: Was Frau Dietrich beschreibt, gilt übrigens auch umgekehrt. Auch Härtfelder hat uns in ihre Welt hineingezogen, genau erklärt, was sie wollen und uns so zu ihren Verbündeten gemacht. Wir arbeiten so am liebsten, weil so Motivation entsteht, ein gutes Produkt zu liefern. Dazu gehören auch klare Regeln. Wem gehört der Quellcode? Was ist mit Nutzungsrechten? Vorsicht ist geboten, wenn ein Dienstleister solche Fragen nicht von selbst beantwortet. Und auch der Quellcode selbst sagt viel über die Qualität einer Software aus. Uns ist ein sprechender Code wichtig. Ob Klassen, Funktionen oder Datenobjekte – auch ein Laie soll eine Ahnung davon bekommen, was innerhalb der Software passiert.

Gab es einen Moment, als Ihnen ein Stein vom Herzen gefallen ist, Frau Dietrich?

Dietrich: Ja, als wir endlich eine lauffähige Software hatten, als wir wieder das Gefühl hatten, dass es weitergeht. Nachdem wir uns entschieden hatten, mit dem Projekt woanders hinzugehen, war ja erst mal Pause. Fast neun Monate ist nichts passiert, für uns hieß das warten, streiten und den Mut fassen, jemand anderen zu fragen und hoffentlich nicht wieder enttäuscht zu werden. Den Kontakt zu Werkdigital hat einer unserer Kollegen hergestellt, weil er jemanden dort kannte.

Benedikt Huß

Huß: Das war ich. Ich kann das Gefühl gut nachvollziehen. Wir haben uns in die Augen geschaut und gesagt, dass wir das hinbekommen. Beim Autobau gibt es die sogenannte Hochzeit, wenn das Chassis auf das Fahrwerk mit dem Motorblock gesetzt wird. So ähnlich ist das auch, wenn wir die Software das erste Mal vorführen. Wir haben dafür sechs oder sieben Wochen gebraucht. Und als dann endlich von den Außenstationen die ersten Daten einliefen, echte Live-Daten, das war für uns mindestens genauso erleichternd wie für Härtfelder.

Dietrich: Und nicht nur die Daten. Wir konnten über die Software Lampen und Webcams steuern und haben auch tatsächlich gesehen, dass es funktioniert. Solche Kleinigkeiten sind wichtig, weil sie zeigen, dass wir auf nichts verzichten müssen. Wir hatten jetzt wirklich so etwas wie ein „Mini Smart Home“ für Kläranlagen.

Und das verkauft sich?

Dietrich: Sehr gut sogar. Viele Gemeinden brauchen Unterstützung, gerade wenn es keinen oder nur einen Kläranlagen-Mitarbeiter in Vollzeit gibt. Es ist so viel zu beachten und oft fehlen die Fachleute, damit alles reibungslos klappt. Unsere Software entlastet die Betreiber deutlich. Das merken wir auch im Vertrieb. Oft werden wir für die Software angefragt, auch wenn die Kläranlage, um die es geht, von jemand anderem geplant wurde. Meistens beraten wir hinterher auch noch, nachdem die Software läuft. Unsere Software, ServKomm heißt sie übrigens, ist Türöffner und Einzelleistung zugleich. Wir freuen uns sehr, dass diese Idee im zweiten Versuch doch noch aufgegangen ist.

Wie genau nutzen die Kunden ServKomm, lässt sich die Software überall installieren?

Benedikt Huß

Huß: Wir haben eine Cloud-Infrastruktur zusammen mit einem spezialisierten Anbieter aus Frankfurt aufgebaut. Das kostet nicht viel und erlaubt Härtfelder, die Software zu skalieren und viele Betreiber von Kläranlagen anzubinden.

Dietrich: ServKomm ergänzt unser Angebot, wir sind davon nicht abhängig. Aber es hilft uns sehr, dass wir unseren Kunden zeigen können, dass sich Kläranlagen mit modernen Technologien und auch von unterwegs steuern und betreiben lassen.

Würden Sie Werkdigital weiterempfehlen, Frau Dietrich?

Dietrich: Ja, das war wie mit Kollegen zu arbeiten. Wir hatten immer das gleiche Ziel vor Augen und auch wenn es mal eng wurde, war jemand erreichbar, der uns geholfen hat. Wir haben schon das nächste Projekt in Angriff genommen: Klärschlamm. Wir erleben jetzt, wie Software entsteht, die Werkdigital von vornherein für uns entwickelt – wir liegen in der Zeit.

Vielen Dank für das Gespräch!

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